
1 Jahr abstinent - Gottesdienst zur Ehrung von Menschen, die gelernt haben, abstinent zu leben

Dieses erste Jahr der Abstinenz ist für suchkranke Menschen das schwerste Jahr, das Leben ändert sich radikal: aus einem Leben der Lüge und Einsamkeit wird ein Leben, in dem man Gemeinschaft nüchtern lebt. Am Anfang steht die Entscheidung „ich will leben“. Auf diese Entscheidung folgt ein langer Weg: der körperliche Entzug – oft verbunden mit großen körperlichen Schmerzen, begleitet von Sucht-Träumen und großen physischen und psychischen Anfechtungen.
Es folgt ein langer Weg, in dem suchtkranke Menschen ihr ganzes Leben verändern: oft müssen sie ganz von vorne anfangen und lernen, was es heißt, Gemeinschaft nüchtern zu leben: wie geht Kommunikation? Was sind meine Gefühle? Liebe, Wut, Einsamkeit, Freude, Hoffnung, Glauben – all dies will neu gelernt werden. Begleitet werden sie durch Angehörige, ihre Partner, Kinder, Eltern oder Freunde und durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Suchtberatung.
Die Menschen, die am 18. November in unserem Gottesdienst geehrt werden, werden wir mit ihren Angehörigen als Helden feiern: sie haben ihr ganzes Leben geändert – und dafür danken wir Gott, der ihnen dafür die Kraft gab und ihnen seine Engel geschickt hat. Lobet den Herren, den mächtigen König der Ehren!
